Versuche zur Inkulturnahme von Oxalis acetosella L.

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3.3.1 Pflanzenherkunft

Die Beschaffung von Oxalis acetosella L. Saatgut erwies sich selbst nach umfangreicher europaweiter Recherche als äußerst schwierig. Alle befragten Saatguthändler, Kräutersammler, Botanische Gärten sowie Forschungseinrichtungen in Deutschland, Österreich, in der Schweiz, Polen, Holland, Frankreich, England sowie Schweden konnten nicht oxalis_acetosella_standort Abb.10 Bestand von Oxalis acetosella L. am Waldstandort die für den Versuch notwendige Mindestmenge von 2000 Korn liefern. Einige Botanische Gärten hatten bis zu maximal 100 Korn vorrätig. Auch zum Keimungsverhalten von O. acetosella L. konnten dem Autor weder in der Literatur noch bei verschiedenen Anfragen in Botanischen Gärten ausreichende Erkenntnisse vermittelt werden.
Aus diesen Gründen, entschloß man sich die Versuche mit aus einem nahegelegenen Wald entnommenen Pflanzenmaterial durchzuführen. Hierbei wurde besonderen Wert gelegt, auf einen vorherrschenden, homogenen Bestand. Der Standort sollte außerdem für die Pflanze charakteristisch sein und keine Besonderheiten aufweisen. Abbildung 10 zeigt den ausgewählten Standort und Abbildung 11 eine für den Versuch verwendete repräsentative Pflanze. Sie stellt eine durch Teilung gebildete "Einzelpflanze" dar, mit jeweils einer Rhizomzwiebel und Blattrosette.

Tab 9 Charakterisierung des Waldstandortes
Standort: Picea abies-Bestand, 800m nördlich des Heilpflanzengartens der WELEDA AG in Wetzgau bei Schwäbisch Gmünd
Lage: Hanglage 380 m ü. NN
Besonderheit: in Südrichtung angrenzender Laubmischwald (ca. 150m)
Humus: ca. 4 cm mächtige Moderhumusauflage aus Nadelstreu
Bodenform: Parabraunerde
pH-Wert: 3,57 (in 10 cm Tiefe)
Nmin (0 - 15 cm): 25 kg N/ ha
Beschattung: Ø 1,4%* des Tageslichtes in 20 cm über dem Boden im Versuchszeitraum
* Mittelwert dreier Meßpunkte (Versuchszeitraum: 20.04. - 05.07.2000)


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Text © Mario Schubert · Leipzig 2010 · letzte Aktualisierung 24.08.2010 · Impressum · Sitemap