Versuche zur Inkulturnahme von Oxalis acetosella L.

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2.2 Botanik

oxalis acetosella - blüte Abb.2 Oxalis acetosella L. - Blüte

Die Blüten stehen einzeln auf einem in den Achseln der Laubblätter stehenden, grundständigen Stiel. Er überragt meist die Laubblätter, ist spärlich behaart und in der Mitte oder am Grund mit einem Paar schuppenförmigen Vorblättern versehen. Die Blütenkrone ist radiär, besteht aus einem 5-zähligen Kelch und 5 Kronblättern. Sie sind weiß bis rosa gefärbt, am Grunde mit einem gelben Fleck versehen und meist deutlich sichtbar rot-violett geadert. Abb. 2
Diese Längsadern und der gelbe Fleck dienen als Saftmahl für den am Kronengrund befindlichen Nektar (HEGI 1964). Die Form der Kronenblätter ist verkehrt-eiförmig, sie sind oben unregelmäßig buchtig gezähnt bis ausgerandet und 10 - 25 mm lang. Die Kelchblätter sind grünlich, länglich oval, etwa 4 mm lang, außen und am Rand behaart und innen kahl. Es sind 10 Staubblätter vorhanden, welche kürzer als die 5 fadenförmigen Griffel sind. Der Fruchtknoten ist oberständig und länglich-eiförmig. Die Narben sind breit und kopfförmig. Blütezeit: IV - V

oxalis acetosella - fruchtkapsel Abb.3 aufgesprungene Fruchkapsel und Samenmantel von Oxalis acetosella L.

Die Frucht ist eine eiförmige, 5-kantige etwa 10 mm lange Kapsel. Sie besteht aus 5 Fächern in denen jeweils bis zu 3 Samen sitzen. Bei Reife springt die Kapsel mittig in Längsspalten auf (Abb. 3) und setzt die Samen durch zwei Mechanismen mit bis zu 17 bar Druck frei (DÜLL 1992). Durch den stetig ansteigenden Saftdruck eines Schwellgewebes wird der Samen mit seiner Samenhülle gegen das Innere der Fruchtwand gedrückt. Kurz nach dem Austritt der Samen platzt dann noch der stark turgeszente Samenmantel und gibt dem Samen ein nochmaligen Schub, der ihn so bis zu 2,5 m von der Mutterpflanze weg katapultiert.
Der braune Samen ist hartschalig, eiförmig, seitlich zusammengedrückt, längsriefig und 2,5-3 mm lang. Fruchtreife: V - VIII.



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  • Systematik
  • Blätter, Grundachse
  • Blüten, Frucht, Samen
  • geograph. Verbreitung
  • Standort
  • Kleistogamie
  • Turgorbewegungen autonom und nastisch
  • Geschichte, volkstümlich medizinisch und technische Verwendung
  • Oxalsäure und deren therapeutische Anwendung
  • Gattung Oxalis mit ihren wichtigsten Vertretern

Text © Mario Schubert · Leipzig 2010 · letzte Aktualisierung 24.08.2010 · Impressum · Sitemap