Versuche zur Inkulturnahme von Oxalis acetosella L.

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Kulturführung

Das Ergebnis der Keimversuche zeigte deutlich auf, dass eine Keimung der Samen nicht ohne weiteres erreicht werden kann. Für eine Kultivierung kann als sichere Variante vorerst nur die Umpflanzung aus natürlichen Waldstandorten empfohlen werden. Durch Teilung gebildete Einzelpflanzen mit nur einer Rhizomzwiebel stellen ausreichend entwickeltes Pflanzmaterial dar und sollte im Pflanzabstand von 10 cm gesetzt werden. Vor allem beim Anwachsen der Pflanzen sollte besonders auf eine ausreichende Schattierung geachtet werden. Der Boden sollte humos, durchlässig, und Stickstoffreich sein. Zwischen 50 und 100 kg Nmin /ha liegt das im Versuch am Standort ermittelte Optimum. Oxalis hat einen erhöhten Calciummindestbedarf (RODENKIRCHEN 1992). Laut BERGMANN (1988) sind aber die Ca-Gehalte in Ackerböden für die Mineralstoffernährung der meisten Pflanzen völlig ausreichend. Eine zusätzliche Gabe an Ca würde aber immer Vitalitäts- und Wachstumsteigerungen von Oxalis zur Folge haben (RODENKIRCHEN). Vor allem bei Blattrandvergilbungen und Interkostalchlorosen (Abb.23) sollte ein zusätzlich Düngung von Ca erfolgen.
Der Pflegebedarf nach dem Schließen der Vegetationsdecke ist äußerst gering und würde sich nur auf ein gelegentliches Entfernen von schattenverträglichen Beikräutern beschränken.
Besonderers sollte noch bei dichter Vegetationsdecke und dem humiden Microklima auf die Ausbreitung von Schnecken geachtet werden und möglichst frühzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen.






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Text © Mario Schubert · Leipzig 2004 · letzte Aktualisierung 21.03.2005 · Impressum · Sitemap