Nyktinastie [zu griechisch nýx, nyktós »Nacht« und nastós »(fest) gedrückt«] die, -, nyktinastische Bewegung, mit dem Tag-Nacht-Rhythmus zusammenfallende, autonome, meist durch Licht- und Temperaturreize hervorgerufene Lageveränderung pflanzlicher Organe. Hierzu gehören die Schlafbewegungen (Hebung und Senkung) der Blätter beziehungsweise Blattfiedern verschiedener Schmetterlingsblütler (Bohne, Klee) und des Sauerklees; sie kommen durch periodische Turgorschwankungen an den Blattgelenken zustande.
Quellen:
NULTSCH, W.: Allgemeine Botanik. Kurzes Lehrbuch für Mediziner und Naturwissenschaftler, Stuttgart Georg Thieme Verlag 1971 Wilhelm Nultsch: Allgemeine Botanik. Kurzes Lehrbuch für Mediziner und Naturwissenschaftler. Georg Thieme Verlag Stuttgart 1971
SITTE, P., ZIEGLER, H., EHRENDORFER, F., BRESINSKY, A. : Lehrbuch der Botanik für Hochschulen. / begr. von STRASBURGER, E. 33., neubarb. Aufl. G. Fischer Verlag Stuttgart, Jena, New York. 1991
Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2002