Das Homöopathische Arzneibuch (HAB) ist ein Teil des Arzneibuchs nach § 55 AMG. Es enthält nur Regeln, die im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) nicht enthalten sind, weil Regeln des Europäischen Arzneibuchs nationale Regeln ersetzen. Die im Homöopathischen Arzneibuch enthaltenen Regeln sind als nationale gedacht, gelten jedoch entsprechend der Richtlinie 75/318 EEC auch in anderen EU-Staaten, wenn das Europäische Arzneibuch keine entsprechenden Regeln enthält. Deshalb entsteht Rechtsunsicherheit, wenn in den Homöopathischen Arzneibüchern Deutschlands und Frankreichs Regeln zum selben Gegenstand bestehen. Die Europäische Arzneibuch-Kommission beginnt daher den Inhalt des Deutschen und des Französischen Homöopathischen Arzneibuchs zu harmonisieren. Gleichzeitig wurde ein Verfahren eingerichtet, das gewährleisten soll, daß nationale Regeln nur ausnahmsweise entstehen, wenn der Gegenstand für andere europäische Staaten nicht von Interesse ist.
Um Rechtssicherheit zu gewährleisten, enthält das Homöopathische Arzneibuch keine Regeln zu Gegenständen, die im Deutschen Arzneibuch (DAB) bereits geregelt sind.
Quelle: BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Das Ausgabeformat des Homöopathischen Arzneibuches (HAB) sind zwei Ringordner mit Loseblattsammlung, die es möglich machen soll, das Werk ständig auf dem neusten Stand zu halten.
Aufgeführt werden in der aktuellen Fassung auf 1784 Seiten fast 600 Monographien mit den jeweiligen Analysenmethoden und Herstellungsverfahren. Homöopathische und anthroposophische Herstellungsmethoden sind im HAB 2006 ebenso enthalten wie Methoden der Spagyrik und die Herstellung von Organpräparaten. Die Analysenmethoden basieren auf denen des Europäischen Arzneibuchs (Ph.Eur.) und denen des Deutschen Arzneibuchs (DAB).
Aktuelle Fassung:
Homöopathisches Arzneibuch 2006 (HAB 2006). Amtliche Ausgabe
ISBN 978-3-7692-4173-0 (Stand Januar 2008)
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